Weitsichtigkeit
"Ich bin weitsichtig"
Weitsichtigkeit ist das Gegenteil von Kurzsichtigkeit und wird in Ärztekreisen Hyperopie genannt. Im Falle von Weitsichtigkeit ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft der Linse zu kurz. Das Bild eines zu nah stehenden Objektes kommt noch vor seinem tatsächlichen Bildpunkt (schärfstes Bild) auf der Netzhaut an. Je näher das Objekt dem Auge kommt, desto unscharfer wird auch das Bild.
In der Regel wird Weitsichtigkeit durch eine Erhöhung der Brechkraft der Linse ausgeglichen. Ist jedoch ein Sehen im Nahen wie Fernen ohne Beschwerden möglich, braucht eine Hyperopie nicht behandelt werden.
Bei Kindern gehört die Weitsichtigkeit zum Entwicklungsprozess und verschwindet im Allgemeinen mit der Zeit. Ist die Weitsichtigkeit jedoch zu stark ausgeprägt, sollten auch im Kindesalter Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Unabhängig davon besteht auch mit zunehmendem Alter (in der Regel zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr) die Möglichkeit, dass die Weitsichtigkeit einen Grad erreicht, bei dem ein klares Sehen in der Nähe und später ggf. auch in der Ferne nicht mehr möglich ist. Dies wird dann als Alterssichtigkeit bezeichnet.